Helmut-Rhode-Förderpreis 2025
26.11.2025
Helmut-Rhode-Förderpreis: (Jubiläums-)Ausgabe Zehn
Nichts ist schöner als eine Idee, die sich durchsetzt: Den Helmut-Rhode-Förderpreis für Architekturzeichnungen gibt es jetzt seit zehn Jahren! Ein Jubiläum, das nicht nur unseren aufs Zeichnen versessenen Bürogründer gefreut hätte – auch die einschlägigen Hochschulen für Architektur erwarten die jährlichen Ausschreibungen mit Freude.
Für die Geburtstagsausgabe des herbstlichen Bestandteils unseres RKW-Jahreskalenders haben wir uns etwas Besonderes einfallen lassen: Schließlich ist der – intern lässig „HRF“ genannte – Förderpreis für uns auch ein hervorragendes Mittel zur Gewinnung von begeistertem Nachwuchs. Und so setzte sich die diesjährige Jury aus Gewinner:innen der letzten Jahre zusammen, die inzwischen bei RKW Architektur + arbeiten.
So erlebten Bayarmaa Bat-Erdene, Moritz Waldhelm und die letztjährige Gewinnerin Eliana Kambouraki den Wettbewerb nun von der anderen Seite – unterstützt von unserem Senior Partner Lars Klatte und moderiert von Jasmin Wirtz.
Die Entscheidung machten sich die Junior-Juroren nicht leicht. Vielfältige Einsendungen aus ganz Deutschland sowie der Schweiz und Österreich wurden sorgfältig gesichtet, sortiert und bewertet. Am Schluss gab es mit Nils Erik Spettmann von der Bauhaus Universität Weimar einen Gewinner, der den mit 1.000 € dotierten 1. Preis erhielt. Außerdem gab es drei Anerkennungspreise à 500 €. Diese gingen an Maximilian Hüttl von der Hochschule Potsdam, Ines Branet von der Technische Hochschule ETHZ in Zürich, sowie Anja Katharina Kubasch, die sich von der Universität Stuttgart bewarb. Herzlichen Glückwunsch an alle!
Die ausgezeichneten Arbeiten, ihre Urheber:innen und die Jurybewertung stellen wir im Folgenden vor.
In unseren Räumen fand am 21. Oktober 2025
die Jurierung der Arbeiten statt.
Hier wurde jede Arbeit einzeln und individuell diskutiert und bewertet.
Die Jurymitglieder (von links) 2025: Bayarmaa Bat-Erdene, Eliana Kambouraki, Jasmin Wirtz und Moritz Waldhelm.
Kategorie Skizzenbuch
1. Preis
Die Arbeiten des Preisträgers Nils Erik Spettmann von der Bauhaus Universität Weimar.
Sichtbare Entwicklung und hohe Glaubwürdigkeit – das sind die direkt hervorstechenden Eigenschaften des vorliegenden Skizzenbuchs. Der handwerklich gute Strich und die Entwicklung der Skizzen sind authentisch, eine Kontinuität des Zeichnens ist erkennbar. Nils Erik Spettmann benutzt das Zeichnen ganz im Sinne Helmut Rhodes: ein analytisches und entwerferisches Element, als starkes Werkzeug bei einer zielgerichteten Suche.
Dieses Skizzenbuch stellt somit einen außerordentlich wichtigen Beitrag im Rahmen des ausgelobten Wettbewerbes „Helmut Rhode Förderpreis 2024“ dar und wird von der Jury einstimmig auf den 1. Platz gesetzt.
Bewertung von Lars Klatte
Kategorie Skizzenbuch
Anerkennung
Die Arbeiten der Preisträgerin Ines Branet von der Technische Hochschule ETHZ in Zürich.
Architektur ist Kunst und Arbeit gleichermaßen. In ihrem Skizzenbuch visualisiert Ines Branet Entwurfsprozesse ebenso wie Erkenntnisgewinne aus ihrem Studium. Dafür nutzt sie intuitiv unterschiedliche Materialien und Techniken, mit denen sie ihr Denken voranbringt. Entwicklungen werden sichtbar. Dafür ist Zeichnen da!
Bewertung von Bayarmaa Bat-Erdene
Kategorie Skizzenbuch
Anerkennung
Die Arbeiten des Preisträgers Maximilian Hüttl von der Hochschule Potsdam.
Besonders die nachkolorierten Skizzen haben überzeugt. So lässt Maximilian Hüttl eine sichtbare Dynamik entstehen, die auch zeitliche Abläufe souverän in nachvollziehbare Bilder übersetzt. Das Gesamtbild von Zeichnungen und Aquarellen macht dieses Skizzenbuch ebenso verständlich wie ansprechend.
Bewertung von Eliana Kambouraki
Kategorie Skizzenbuch
Anerkennung
Die Arbeiten der Preisträgerin Anja Katharina Kubasch von der Universität Stuttgart.
Die Kraft der Beiläufigkeit: Anja Katharina Kubaschs Skizzenbuch ist ein kuratiertes Gesamtwerk, eine Sammlung von visualisierten Verständnisprozessen, die handwerklich überzeugen. Doch die besten Skizzen sind die vermeintlich unbedeutenden, zwischendrein entstandenen.
Bewertung von Moritz Waldhelm
Fotos Jurysitzung und Arbeiten Christian Köster