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Krefeld Pavillon, Krefeld

2019

Gemeinsam mit dem Düsseldorfer Künstler Thomas Schütte realisierten wir die begehbare Skulptur „Krefeld Pavillon“ im Krefelder Kaiserpark. Die Skulptur wurde als Beitrag der Initiative Projekt MIK e.V. zur bundesweiten Jubiläumveranstaltung Bauhaus 100 errichtet. Sie ist Ort der Ausstellung „Bauhaus und Seidenindustrie“, die am 7. April eröffnet wurde.

Die begehbare Skulptur „Krefeld Pavillon“ im Krefelder Kaiserpark ist eine Holzkonstruktion mit der schnell zu erfassenden Grundform eines Achtecks und einem Durchmesser von 15 Metern. Der Pavillon steht auf einem zurückspringenden Sockel und wirkt dadurch schwebend leicht. Über eine Freitreppe betreten Besucher die Skulptur, in deren Inneren sich acht Kammern eröffnen. Die eigenständige, einfache Form des Oktogons weckt Assoziationen an Chinoiserie oder an ein Nomadenzelt. „Der Pavillon ist nicht Bauhaus, sondern eine Bauhütte“, so Thomas Schütte.


Den Startpunkt des Projekts bildete ein von Schütte gefertigtes Modell. Daraus entstanden bei uns Ausführungspläne und Leitdetails. Die finale Gestalt, die Details, die genauen Materialien fand man in einer engen Kooperation zwischen dem Bauherrn, der Projekt MIK e.V., dem Künstler Thomas Schütte, der selbst über große Erfahrung im Entwerfen und Errichten von Gebäuden verfügt und uns.


Diesen Prozess der schrittweisen Entwicklung setzten die Projektpartner auch auf der Baustelle fort. Der Pavillon ist als Zimmerer- und Holzarbeitenkonstruktion in modularer Bauweise mit hohem Vorfertigungsgrad konzipiert, so dass der Pavillon innerhalb von sieben Monaten Bauzeit realisiert werden konnte. Die Tragstruktur besteht aus massiven Holztafeln und einem Sparrendachstuhl. Das Dach erhielt eine Metalleindeckung auf einer Unterkonstruktion aus Holzschalung. Alle Lösungen wurden vor Ort entwickelt, getestet und hinterfragt. Es entstanden 1:1-Modelle von Details – die Dachkante mit der Zinkblechabdeckung, die Ecke des Fensteranschlusses – und Musterflächen für Oberflächenbehandlungen und Materialien. Eine Besonderheit sind die Schraubfundamente, die einen leichteren Abbau nach dem Bauhaus-Jahr möglich machen.

Fotos Marcus Pietrek