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LzO Landessparkasse zu Oldenburg

2009

Der Neubau der Hauptverwaltung der Landessparkasse zu Oldenburg steht für eine einzigartige Unternehmensgeschichte. Er übersetzt die Leitmotive Eindeutigkeit, Sachlichkeit, ökonomische Verantwortung und Zukunftsorientierung in die Zeichensprache der Architektur.

Die Gartenbereiche entwickeln sich aus der strengen Geometrie des Gebäudes heraus und folgen in Flächenaufteilung und Begrünung der vorgegebenen Webstruktur. Im ersten Gartenhof finden sich zwei Bäume und ein monolithischer Kubus, der „Raum der Stille“. Als massiver Betonkörper ist er in der geometrischen äußeren Sprache des gesamten Projekts verankert. Zugleich überrascht er den Besucher in seinem Inneren mit der weichen Formsprache eines Schneckenhauses. Der Besucher übertritt die Schwelle zu einem besonderem Raum. Durch den Blick aus der kreisrunden Deckenöffnung auf den horizontalen Himmel verschiebt sich die Wahrnehmung des Besuchers aus dem Büroalltag.


Den Grundriss des Gebäudes bildet eine grafische Figur: ein großes E wird ergänzt durch zwei lineare Baukörper, verbunden durch zwei Glashallen. Das fest begrenzte, in sich ruhende Gebäude drückt sich durch eine monolithische Architektursprache aus, deren sachlicher Charakter durch den leicht angerauten schwarzen Granit der Fassade unterstrichen wird. Dazu tritt ein kontrastierender amorpher Baukörper von zarter Leichtigkeit, modern und offen gedacht. Er hat einen schwellenlosen Eingang, geordnete Blickachsen und steht im bewussten Kontrast zum typografisch souveränen Schnitt des orthogonalen Gebäudeensembles. Dieses neue Haus setzt ein Zeichen für Nachhaltigkeit. Die klare geometrische Struktur der Gesamtanlage garantiert innen leichte Orientierung und kurze Wege, während sie städtebaulich einen Ruhepunkt schafft. So bildet die LzO ein neues Zentrum zwischen historischer Innenstadt, EWE-Arena und Bahnhof.


Fotografie Stefan Müller und Marcus Pietrek