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Forum Schwanthalerhöhe, München

Handel

2020 immobilienmanager-Award, Shortlist
Kategorie “Projektentwicklung Bestand”

2019

92 Shops statt einem Möbelladen: Neue Vielfalt in 70er-Jahre-Komplex.

An der Theresienhöhe in München war zu Beginn der 1970er-Jahre ein gemischt genutztes Großprojekt mit Wohnhochhäusern und einem dreigeschossigen Sockel für Einzelhandel errichtet worden. Zuletzt rund zehn Jahre als Möbelhaus genutzt, stand nun eine grundlegende Sanierung und konzeptionelle Überarbeitung der in die Jahre gekommenen Immobilie an. Große Herausforderung: Während rund 60.000 m² auf Rohbauniveau zurückgebaut werden mussten, blieben die darüber liegenden mehr als 400 Wohnungen bewohnt.


Der Plan war, ein mehrgeschossiges Einkaufszentrum zu realisieren. Dafür nahmen wir tiefe Eingriffe in die Tragstruktur des Bestands vor, etwa mit verschiedenen großzügigen Deckendurchbrüchen, die eine attraktive Ladenpassage entstehen ließen. Auch die Tiefgarage sanierten wir mit erheblichem Aufwand und verliehen ihr zeitgemäßen Komfort. So entstand ein modernes Quartierszentrum, das sich mit einer hochwertigen Fassade aus Faserbetonelementen als Zitat an die frühere Architektur harmonisch in den Bestand einfügt. Außerdem konnte der städtebauliche  Missstand zweier tunnelartiger, sehr unangenehm wirkender Passagen, die als Ost-West Verbindung dienten, aufgelöst werden. Die neue Ladenstraße übernimmt ab sofort deren Funktion.  Anstelle des einen Möbelhauses sind nun 92 verschiedene unterschiedliche Shops und Gastronomieangebote in das neue Forum Schwanthalerhöhe eingezogen und verleihen dem Komplex neues Leben. Wie überzeugend das gelang, zeigt auch die Aufnahme in die Shortlist für den immobilienmanager-Award 2020 in der Kategorie „Projektentwicklung Bestand“.


Fotografie Sven Otte