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Krochhochhaus, Leipzig

2009

Unter einen Hut gebracht: Denkmalschutz, Nutzerinteressen, zentrale Lage, laufenden Betrieb und vieles mehr vereint.

Das Krochhochhaus ist das erste in Leipzig errichtete Hochhaus. Es wurde 1927/28 als Bankgebäude des jüdischen Bankiers Kroch in Anlehnung an die Torre dell’ Orologio am Markusplatz in Venedig erbaut. Das rund 45 Meter hohe Gebäude mit elf Stockwerken ist ein schlichter, mit Muschelkalk verkleideter Stahlbetonbau, auf dessen Dach zwei kupferne Glockenmänner die Uhrzeit an drei großen Glocken schlagen.


Die Bauaufgabe umfasste die Sanierung und Modernisierung der durch die Universität genutzten Etagen: In den unteren drei Ebenen mit der historischen Schalterhalle der Bank, dem Direktorenzimmer und den aufwändig gestalteten Bankräumen zog das Ägyptische Museum ein. Die oberen Etagen umfassen das Altorientalische Institut, die Freihandbibliothek, das Fachsprachenzentrum sowie Musikübungsräume, ein Fotolabor und Restaurationswerkstätten der Universität. Eine enge Abstimmung mit dem Denkmalschutz der Stadt Leipzig war bei der Sanierung ebenso wichtig wie eine hohe Sensibilität und gut organisierte Logistik. Schließlich galt es, aufgrund der zentralen Lage am Augustusplatz und der vielschichtigen Nutzungen, den öffentlichen Besucherverkehr und die auch während der Bauphase weiter genutzten Läden und Gastronomie der Theaterpassage zu berücksichtigen.

Fotos Gunter Binsack