Inspiriert nachhaltig – das neue i8 in Holz-Hybridbauweise
Die Aufgabe
Ein Gebäude für eine Welt im Wandel
Das Münchner Werksviertel zwischen Ostbahnhof und Ampfingstraße ist ein vitaler Ort. Ursprünglich als Industriegebiet angelegt, wird das Quartier später zum Ausgehviertel und Treff für Kunst und Kultur. Besucht man das Werksviertel heute, stellt man fest, dass es sich einmal mehr neu erfunden hat: als Münchens größte Denkfabrik.
Fotos von links nach rechts: Otec GmbH & Co. KG, Werksviertel/heller & partner, Urkern/Ivana Bilz
Architektonisches Highlight des Viertels ist das neue i8.
Ein radikal zeitgenössisches Zuhause für die Idee des „New Work“. Ein Office-Gebäude der nächsten Generation, das in vielerlei Hinsicht Maßstäbe setzen will. Der Anspruch an die Architektur war entsprechend hoch: Ästhetik, Flexibilität und Digitalität einerseits – eine richtungweisende, rundum nachhaltige Bauweise andererseits.
Bauherr des ambitionierten Projektes war die R&S Immobilienmanagement GmbH, eine eigenständige Tochter der Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG. Der integrale Immobiliendienstleister mit Fokus auf nachhaltige Immobilienentwicklungen ist deutschlandweit aktiv und zählt in München zu den größten Projektentwicklern und Bestandshaltern.
Entwurf und Planung
Let’s work together
„Die Zusammenarbeit lief so, als wären wir ein Büro – und nicht zwei.“
Tanja Frink
Senior Assoziierte Partnerin
Manchmal sind viele Köche schlecht. Manchmal aber auch gut: Während der i8-Entwurf von den Kolleg:innen vom skandinavischen Büro C.F. Møller Architects stammt, lag die Planung und Umsetzung des neues Gebäudes bei RKW Architektur +. Nicht zuletzt, weil wir – neben der eigenen Entwurfsstärke – über eine umfassende Expertise verfügen, wenn es um die komplexe Realisierung nachhaltiger Gebäude und Quartiere geht.
Hier zählen vor allem Lösungen für die vielen Detailfragen, die mit einem Objekt wie dem i8 verbunden sind. Sie entscheiden am Ende darüber, ob aus einer Vision Wirklichkeit wird. Ob ein wegweisendes Konzept sauber, klar und möglichst ohne Ideen-Verluste umgesetzt werden kann.
„Die enorme Menge an wichtigen Detailzeichnungen macht deutlich, wie anspruchsvoll und neu das Projekt i8 war.“
Dzenita Kasumovic
Architektin
Fotos RKW Architektur +
Die Lösung ist hybrid
Kern der Gebäude-Konstruktion ist die innovative Holz-Hybridbauweise. Sie vereint im i8 die Materialien Holz, Beton und Stahl mit ihren jeweiligen Stärken. Die Bauweise wirkt sich deutlich positiv auf die Umweltbilanz bzw. die Lebenszyklus-Analyse des Gebäudes aus.
Zur Analyse gehören alle Umweltwirkungen während der Produktion, der Nutzungsphase und der Entsorgung. Ebenso die damit verbundenen vor- und nachgeschalteten Prozesse, also z. B. die Herstellung der Roh- und Betriebsstoffe.
Holz berührt die Sinne – und macht Sinn
Beim i8 kommt der Rohstoff Holz nicht nur im Tragwerk zum Einsatz, sondern auch in den Innenräumen. Eine Wahl, die das Nachhaltigkeitskonzept an nahezu jeder Stelle des Gebäudes sichtbar und erlebbar macht. Eine gesunde „Feel Good“-Atmosphäre, die alle Sinne berührt – und zugleich ökologisch Sinn macht. Ein Trigger für ein gutes (Arbeits-)Klima.
Ein intelligentes Fassadensystem – aus recyceltem Aluminium
Die Fassade, die insgesamt aus zehn verschiedenen Typen für den Außen- und Innenbereich besteht, ist nicht nur farblich „grün“ – sie besteht aus recyceltem Aluminium. Aber auch darüber hinaus kann das Fassadensystem einiges: Es spart z. B. Energie durch den außen liegenden Sonnenschutz, verfügt über eine natürliche Lüftung, erzeugt eine gute Raumakustik und sorgt für viel Tageslicht.
Fotos Yohan Zerdoun
„Die Helligkeit und Leichtigkeit, die durch das Material- und Farbkonzept entsteht, zieht sich in wundervoller Konsequenz durch das ganze Gebäude.“
Tanja Frink
Senior Assoziierte Partnerin
Fotos Yohan Zerdoun
Die Umsetzung
Visionen realisieren
Mit dem i8 im Münchner Werksviertel ist ein Gebäude mit 21.000 m² Mietfläche entstanden, das sich in vielerlei Hinsicht vom Normalmaß abhebt. Ästhetisch, funktional, technologisch – und in puncto Nachhaltigkeit. Ein Mix, der auch potentielle Mieter:innen schnell überzeugt hat. Tanja Frink: „Das neue i8 ist eine voll vermietete Büroimmobilie, was in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich ist. Wir sind glücklich, dass wir mit unserer Arbeit dazu beitragen konnten!“
Die neuen Mieter:innen erwartet nun ein extrem flexibles Gebäude, wie gemacht auch für Co- und Networking. Ein atmosphärischer Ort, der inspiriert, beflügelt und verbindet. Dafür sorgen unter anderem offene Foyers und schwebende Treppen, die das i8 hell, leicht und transparent erscheinen lassen. Gleiches gilt für die eigentlichen Büroflächen: Hier sichern hohe Raumhöhen und variierende Raumtiefen den maximalen Tageslichteintrag. Ein angeschlossener Park mit historischem Baumbestand rundet das nachhaltige Gebäude ab.
Und die nächsten Schritte? „Es gilt, das Thema Nachhaltigkeit konsequent weiter auszubauen. Von einer noch stärkeren Einbindung lokaler Lieferanten und Monteure bis zur vollen Recyclingfähigkeit der gesamten Baumaterialien“, so Tanja Frink. Das muss der Anspruch für die Zukunft des Bauens sein. Gute Nachricht: Unser hauseigener Bereich naba (nachhaltig bauen) arbeitet jeden Tag daran.
Fotos obere Reihe Yohan Zerdoun
Fotos untere Reihe RKW Architektur +
Das Team
Jedes Projekt ist nur so gut wie die Menschen dahinter
Danke an unsere Architekt:innen und unsere Fachabteilungen für die exzellente Arbeit in den Jahren 2020 bis 2025! Das i8-Team um Gesellschafter Lars Klatte bestand aus Tanja Frink, Daniel Körner, Dzenita Kasumovic, Ilja Sucker, Gisella Navas, Jose Rodriguez Otero, Kirstin Opitz, Jung Sungyoon und Anja Emmerich.
Wir möchten uns außerdem für das Vertrauen bedanken, das uns der Auftraggeber und Bauherr R&S Immobilienmanagement GmbH entgegengebracht hat. Und – nicht zuletzt – für die hervorragende Zusammenarbeit mit C.F. Møller Architects (Entwurf), Merz Kley Partner, BWP Ingenieure GmbH, Drees & Sommer, Schwab Engineers, Görtzen Stolbrink & Partner mbB, PMI GmbH, IBF Ingenieure GmbH, LeitWerk AG und BL9 Landschaftsarchitekten.
Das i8 ist ein Gebäude von heute, das an morgen denkt.
Wir denken: Davon braucht die Welt mehr!
„Im Foyer auf der Holztreppe sitzen, hoch ins Sheddach blicken und mit einem stolzen Grinsen den Moment genießen – darauf habe ich mich schon gefreut, als wir noch mitten in der Arbeit steckten.“
Dzenita Kasumovic
Architektin
Wie können wir Ihnen beim nachhaltigen Bauen helfen?
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