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Format: 2017
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Deutscher pavillon. venedig


Der Deutsche Biennale-Pavillon in Venedig ist ein Bauwerk mit einer bewegten Geschichte: Errichtet in bayrisch-klassizistischem Stil anno 1909, wurde er unter anderem im Nationalsozialismus signifikant umgebaut. Heute ist er zu einer Art Kunsthalle geworden, die regelmäßig der Weltöffentlichkeit geöffnet wird. Dieses aufgeladene Bauwerk neu zu interpretieren, war Aufgabe des Deutschen Werkbunds an 22 Architekturbüros – auch um deren jeweilige Haltung zur heutigen, modernen Architektur zu erfragen. Anlässlich der 14. Architektur-Biennale wurden die Antworten zur Ausstellung „This is modern“ zusammengefasst, die von Juni bis August 2014 in Venedig und auch auf Initiative von RKW im November auch in Düsseldorf gezeigt wurde.
 
Der Entwurf stellt die Historie des Gebäudes nicht in Frage – der Bestand wird lediglich erweitert, neu orientiert und transformiert. So bleibt die monumentale Fassade auf der Landseite ebenso bestehen, wie die fast sakralen Ausstellungsräume. Die Errungenschaften der historischen Moderne werden reflektiert, gleichzeitig ist die Formensprache der Zweiten Moderne verpflichtet. Auch greift der Entwurf klassizistische Stilideen auf, führt die vorgefundene Großzügigkeit fort und aktualisiert das repräsentative Element. Grundlegend neu ist eine architektonische Janusköpfigkeit: Der Pavillon erhält ein zweites, ebenbürtiges Gesicht auf der bisherigen Rückseite, hin zur Lagune. Davor weitet sich eine Terrassenanlage, von der eine Freitreppe hinunter zu einer Empfangshalle am Wasser führt. Dadurch erhält das gesamte Gelände erstmals eine Fassade zur Wasserseite – der Pavillon als erster Palazzo am Canale Grande.