Das UN Klimasekretariat in Bonn feiert Richtfest


Mit dem Richtfest am 11.10.2011 zur Sanierung und dem Teilneubau des ehemaligen Bundeshauses in Bonn zur Unterbringung des UN Klimasekretariats rückt die geplante Fertigstellung des UN Campus zum 1. Halbjahr 2012 in greifbare Nähe. Somit findet der historisch bedeutsame Schauplatz der deutschen Nachkriegsgeschichte mit der gebündelten Ansiedlung von Organisationen der Vereinten Nationen eine würdige und angemessen inhaltliche Fortsetzung.

Insgesamt werden nach derzeitiger Einschätzung mit dem Umzug des Klimasekretariats insgesamt ca. 700 Mitarbeiter der Vereinten Nationen am Standort beschäftigt sein und schon jetzt wird über eine weitere Baustufe im Campus offen spekuliert.

Das renommierte Düsseldorfer Architekturbüro RKW Architektur + Städtebau entwickelte ein aus dem historischen Bestand orientiertes Gebäudekonzept, das sowohl einen möglichst großflächigen Erhalt der denkmalgeschützten Substanz als auch eine zukunftsorientierte Nutzung der Gebäude durch eine Teilsanierung vorsieht.

Mit einem neu geschaffenen glasüberdeckte Atrium entsteht nach den Worten des Architekten Dieter Schmoll ein neuer kommunikativer Ort als zentrales Element der Erschließung, das sich in seiner Dimension aus den bestehenden Bauteilen wie selbstverständlich definiert. Die aufwändig sanierten Bauteile des Südflügels, die ehemaligen Fraktionssäle und das Hochhaus selbst bilden mit den neuen Zwischenbauteilen auf 22.000 m² BGF eine geglückte bauliche Einheit. Die bewusst einfach gehaltene architektonische Gestalt des Gebäudeensembles setzt die Bauhistorie des ehemaligen Bundeshauses am Rhein fort und bewahrt den mediterran anmutenden Charme der weißen Bauten am Rhein.

Aufgrund der hohen ökologischen Anforderungen durch den Nutzer des UN Klimasekretariats wurde der Energiebedarf stark reduziert, indem alle Neubauteile im Passivhausstandard errichtet werden. Durch den Einsatz regenerativer Energiequellen mit einer Nutzung des Uferfiltrats, dem Einsatz von Fotovoltaik und einer Wärmerückgewinnung wird das Vorhaben den hohen Erwartungen nach einer langlebigen, nachhaltigen Nutzung gerecht. Es werden schadstofffreie und recyklingfähige Materialien unter Beachtung besonderer ökologischer Qualitäten eingesetzt.